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Autor Thema: "Eggplant Grey", eine Anekdote  (Gelesen 148 mal)

dominikW

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"Eggplant Grey", eine Anekdote
« am: 10. September 2019, 20:01:44 »

Ja, obwohl ich derzeit keinen Baubericht-Thread unterhalte, so bin ich dennoch am bauen. Leider kann ich nicht zu allem einen Bericht schreiben, aber ich werde dennoch bald etwas im "Roll Out" posten.

Zurzeit arbeite ich parallel an 4-5 Projekten: Me-262 mit grosser Kanone in 1/32 von Trumpeter mit Schatton Umbausatz, Dewoitine von Tamiya in 1/48 (fertig), Piaggio P.C. 7 in 1/48 von Mikro Mir, Fw-190 D-9 von Hasegawa in 1/32, Fw-200 Condor in 1/48 von Trumpeter und schliesslich eine Su-30SM von Zvezda in 1/72. Dieser letzte Bausatz brachte mich auch dazu diesen Thread zu eröffnen. (Wenn jemand einen Wunsch hat zu welchem der genannten Bausätze ich einen Baubericht veröffentlichen soll, einfach melden.  ;)

Nun worum geht es. Ich habe im Laden immer wieder ein zentrales Thema, welches sich hartnäckig hält. Farbhersteller. Während die einen die Farben so mischen wie es sie grad richtig dünkt, so suchen die anderen von Hersteller zu Hersteller nach den "echtesten" Farbtönen. Da wir dieses Thema immer wieder hatten und ich langsam selber das Bedürfnis bekam, meinen Wissensstand zu erweitern, bestellte ich für mich von verschiedenen Farbherstellern bestimmte Farbtöne und begann sie gegeneinander auszuspielen. In diesem Beispiel hier geht es um das "Auberginen-Grau" welches man heutzutage immer mal wieder auf russischen Militärfliegern und Helikoptern sieht.

Manchmal etwas grauer



Manchmal etwas Blau/Violetter



Nundenn, ich hab mir der Sache angenommen und zusammengetragen, was die verschiedenen Hersteller so anbieten. Dies auf grundierten Löffeln.

Von Links:

Hataka Orange Line, Hataka Red Line, AKAN, Vallejo, Tamiya (als Referenz in Zvezda Anleitung) und MRP.

Was fällt auf? Nun Hataka Red Line habe ich nicht geschafft richtig zu verdünnen... war etwas merkwürdig zum Aribrushen. Die Orange Line war aber top. AKAN hat den Anspruch auf die Korrektheit ihrer Farben, da sie sie mit Factory Samples abgleichen. Ist aber etwas umständlicher zu airbrushen. Vallejo habe ich das erste Mal benutzt, offenbar vertragen sich die Farben nicht mit den gängigen Lösungsmittel und Paint-Entfernern. Die Airbrrush musste gründlich von Flöckchen gesäubert werden. Aus meiner Sicht ist der Farbton etwas zu hell und der Blaustich fehlt. Gleiches gilt für die Tamiya Referenz die eher einen Grünstich aufweist. MRP ist an sich sehr interessant, wenn auch aus meiner Sicht etwas zu dunkel. Die Fotos auf denen die Farbe so erscheint sind etwas übersättigt denke ich.

Der Farbton von AKAN, wenn auc zu hell denke ich trifft es sehr gut. Ich habe den Flieger nun mal so grundiert. Es ist aber auch noch auf einem 1/72 deutlich zu hell aus meiner Sicht. Zu meiner Überraschung liefert Hataka hier einen sehr ansprechenden Farbton der ziemlich gut mit den Bilder übereinzustimmen scheint? Was meint ihr?


« Letzte Änderung: 10. September 2019, 20:08:27 von dominikW »
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markus

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Re: "Eggplant Grey", eine Anekdote
« Antwort #1 am: 10. September 2019, 20:57:50 »

Das soll 6 Mal der gleiche Farbton sein? Kein Wunder, wenn man da als Modellbauer verrückt wird  :P
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Roger

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Re: "Eggplant Grey", eine Anekdote
« Antwort #2 am: 10. September 2019, 21:22:35 »

Vallejo kannst du meiner Meinung direkt in die Tonne schmeissen  ::)
Ich bin bleibe Fan von den MRP Farben. Auch wenn das Fläschchen sehr schnell leer ist und der Deckel oft verklebt und bricht... plus haben diese gute Farbtöne und sind einfach zu handhaben und auch mischen.

Auf den Fotos sieht man leider nicht, welcher Löffel welche Farbe ist.

Hast du bedacht, das im 72er die Farben etwas dunkler sind als auf 48er oder grösser?
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cipi

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Re: "Eggplant Grey", eine Anekdote
« Antwort #3 am: 10. September 2019, 22:47:19 »

Jaja, 50 shades of grey......

Ich lege mehr Wert auf eine gut funktionierende Farbe als auf die Genauigkeit. Mit aufhellen, preshading etc. bleibt ja von der exakten Farbe am Schluss nicht mehr viel übrig.


Gruass Carlo
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Leidest du an Lackdoseintoleranz?! Benutze einfach die Airbrush!

MacMeister

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Re: "Eggplant Grey", eine Anekdote
« Antwort #4 am: 11. September 2019, 10:19:35 »

Löffel links  ;D

Ach ja die Farbdebatten, das gab's in den frühen 90zigern des letzten Jahrhunderts schon, damals war aus sicht der IPMS, die Webseite der IPMS Stockholm mit ihren Farbreferenzen, den Aufhelltabellen für div. Scales etc. die Referenz  8)

Für mich muss es mit dem Auge stimmen und wie Cipi auch geschrieben hat, Shadings, Brühe, etc, da bleibt nicht mehr viel vom O-Ton  ;) ;D
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whatever!

claudio

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Re: "Eggplant Grey", eine Anekdote
« Antwort #5 am: 11. September 2019, 13:03:18 »

Ich finde solche Vergleiche immer sehr spannend, vielen Dank für das Einstellen! So aus der Ferne hätte ich auch Akan den Zuschlag gegeben.

Meine Herangehensweise ist hier sehr pragmatisch... Wichtiger als der haargenaue Farbton ist mir das Handling... wie lange dauert es bis die Airbrush zu ist, wie lässt sie sich reinigen, Haftung der Farbe usw.  ;D
Ansonsten gebe ich Cipi und René recht, nach Fading, Washing usw. ist der Farbton eh verändert...
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dominikW

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Re: "Eggplant Grey", eine Anekdote
« Antwort #6 am: 12. September 2019, 10:18:16 »

Die Tests waren gleichtzeitig auch ein ausprobieren der Farben und ihren Eigenschaften, insofern bot es einen Mehrwert. Selbiges wurde mit den RLM 81/82/83 durchgeführt, dort sind die Unterschiede nochmals grösser und teils merkwürdiger. Allem voran das RLM 81 von Hataka ist... naja... wie soll ich sagen... Ich werde bei Gelegneheit ein Photo machen. :)
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MarcelW

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Re: "Eggplant Grey", eine Anekdote
« Antwort #7 am: 12. September 2019, 11:45:33 »

Von der kann ich dir leider keine Nahaufnahmen zeigen, die haben sie nur im Flug gezeigt.
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