Hallo zusammen
Nach dem Bezug der neuen Werkstatt habe ich jetzt endlich Zeit um wieder zu bauen. Das Modell ist diesmal von der anderen Seite der Bandbreite was möglich ist. Der Eduard Bausatz ist von 2021. Er sieht auf den ersten Moment nicht nach Problemen aus, aber ich habe noch nie einen Bausatz von Eduard gebaut und werde demnächst mehr wissen. Von der Detaillierung her gesehen spielt er in einer ganz anderen Liga als der Corsair Bausatz von Airfix, den ich vorher mal vorgestellt habe. Hatte ich zum Beispiel bei der Corsair ein einziges, voll zusammengesetztes, schlecht passendes Kanzel Stück, habe ich hier einen Gussast, an dem irgendwie sechs gläserne Teile hängen und mit dem ich mindestens vier verschiedene ganze Versionen bauen kann.
Aber erst mal um was es geht:
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Was ich im Sinn habe ist, die komplette Platzschutzstaffel des Jagdverbandes 44 nachzubauen. Die rote vier habe ich schon gebaut, das war ein Revell Modell. Ist auch eins meiner besten Modelle geworden. Ich zeige euch erst mal den Inhalt der Schachtel.
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Dem aufmerksamen Beobachter wird vielleicht aufgefallen sein, dass zwei Propellerkappen dabei sind. Eine mit einem Loch vorne drin, was eigentlich für eine D13 Version verwendet werden kann. Die Motorabdeckung ist aber von einer D9. Die fällt auch gleich auf, weil dort nämlich zwei Maschinengewehren montiert sind die direkt auf dem Motor liegen. Unmittelbar vor dem Cockpit. Die D11 und D13 haben diese zwei Maschinengewehren nicht mehr. Darum ist dort die Motorenabdeckung auch flach. Sieht man übrigens auf der Box war sehr schön, die zwei Auswulstungen vor dem Cockpit.
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Hier der Spritzling mit den Klarsichtteilen. Wie schon erwähnt, damit kann man die ganzen Modelle aller D(ora) Versionen machen. Ich habe auch den Bausatz von Eduard mit dem man die D11 Version der roten vier der Staffel machen kann. Der ist eine Profi Edition. Die Spritzlinge sind aber nahezu alle identisch... Fast.
Der einzige Unterschied zur Weekend Edition ist, bei der Profi Edition hat man zusätzliche Fotoetch Teile, ( Cockpit ) und Masken für die Kanzelabdeckung. Eigentlich sollten die Masken für die weekend Edition sein. Weil ein Weekend reicht mir nicht und die ganzen Abdeckungen von Hand auszuscheiden.
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(eigentlich überhaupt nicht) Witzig ist, dass die Bauanleitung hauptsächlich in Englisch und Tschechisch ist. Und trotzdem findet man ab und zu Teile, wo Deutsch noch draufsteht, was man machen muss, beziehungsweise worauf man achten muss. Aber die Bilder und die Schritte der Anleitung sind so gut gemacht, dass man auch ohne Englischkenntnisse das Teil bauen kann. Erfahrene Modellbauer sowieso.
Die decals sehen wie gewohnt spitze aus. Der Jahrgang ist 2021, es müssten also die decals sein, bei welchem man den oberen Trägerfilm auch wegfrimmeln kann.
Das einzige extra was ich mir hier gegönnt habe, ist das hier:
HGW Models
Title:
Fw 190D-9 Riveting 1:48
Das sind fehlende Nieten als Decals. Mal sehen, ob das was ist. Ein Baubericht mache ich ziemlich sicher nicht. Ich müsste die ganzen Schritte die ich mache aufschreiben, und da habe ich irgendwo keine Lust dazu. Ich meine, euch muss ich nicht erzählen wie man ein Modell baut. Was ich aber machen werde, ist wenn irgendetwas komisch/seltsam/auffällig/sensationell ist, Dann werde ich das hier anhängen. So zum Beispiel die decals für die Nieten und die normalen.
Danke für die Vorstellung. Wie immer ein schöner Bausatz von Eduard.
Da interessiert mich was denn da komisch/seltsam/auffällig/sensationell sein wird.
Schöner Bausatz, freue mich bereits auf das gebaute Modell. :D Die Platschutzstaffel des JV 44 habe ich mir auch schon zu bauen überlegt, aber das wäre dann ein etwas zu grosses Projekt für mich, wenn man alle Maschinen bauen möchte...
Habe mal nachgelesen: Papageienstaffel also. Das ist sicherlich spannend als Tarnmuster mal zu machen. Ergibt richtige Hingucker.
Wie versprochen, präsentiere ich jetzt, was ich mir noch zusätzlich geholt habe. Es fällt unter die Kategorie: Man gönnt sich ja sonst alles.
Ich bin beim rumstöbern auf YouTube auf ein Video gestossen, in welchem die Eduard 3D Decals ,,Space" gezeigt wurden. Ich kannte die bisher nur von Quinta und ich dachte auch die von Eduard wären neu. Da das Video aber schon drei Jahre alt war, sind die wohl doch nicht so neu. Ich scheine einfach nicht so auf dem Laufenden zu sein. Bei Suter-Meggen reingeschaut, und siehe da, die hatten die in der Aktion für zwölf Franken. Was ich auch noch cool finde ist, dass nicht nur 3D Decals für die Konsolen drin sind, sondern auch Fotoetch Teile ( oder wie die Dinger auch immer heissen ) von den Gurten und den Pedalen.
Und so sehen die aus:
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Das macht einen recht guten Eindruck, und die Decals sind einfach sensationell. Das liegt weit jenseits dessen, was ich fähig bin wie man Cockpitinstrumente malt.
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So sieht es dann aus, wenn man die Seiten Konsolen angebracht hat.
Jetzt komme ich aber eigentlich zum Kern der Sache, d.h. warum ich diesen Beitrag relativ ausführlich schreibe.
seid vorsichtig mit diesen Deals, wenn ihr sie aufbringt! Meiner Meinung nach sind es keine Decals!
Die fallen schon vom Träger Film ab, bevor man sie überhaupt ins Wasser hält. In der Bedienungsanleitung steht man soll sie 15 Sekunden ins Wasser halten. Die schwimmen aber schon vorher weg. Sie empfehlen einerseits Mr Mark softer und Mr Mark setter zu verwenden, dass die dann auch halten. Könnt ihr vergessen. Die muss man aufkleben. Der zweite Tipp von Ihnen, White Glue zu verwenden, sprich geistlich Konstruvit oder Ponal, ist viel besser.
Den normalen Leim zu brauchen mit dem man die Teile generell zusammen klebt, kann ich nicht empfehlen. Habe ich versucht, die fangen sich dann plötzlich an aufzuwölben, man muss die wieder andrücken. Kaum halten Sie an der einen Ecke, fangen Sie sich an der anderen wieder an zu wölben. Für diese beiden Seiten Konsolen habe ich fast 1 Stunde gebraucht.
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Die zweite Instrumententafel habe ich dann eben wie oben schon beschrieben, mit Ponal angeleimt.
Witze und freche Bemerkungen über die schlechte, ungenaue Anbringung sind erlaubt.
Das sieht doch saugut aus! Da muss nur der Rest vom Cockpit farblich passen und alles ist gut.
Grüße Hartmut
Interessante Informationen sind das!
Es scheint sich zu lohnen das mal zu probieren.
Hast du zuerst die Instrumente von den Teilen heruntergeschliffen bevor du die Decals anbringen konntest?
Hartmut hat aber recht: man ist wohl gezwungen den Rest vom Cockpit farblich den Decals anzupassen, sonst sieht es nicht gut aus oder man wäre gezwungen die Decals zu bemalen was dem Zweck widersprechen würde...
Sieht doch tiptop aus. Habe diese Decals bei Suter auch schon gesehen, ein Kauf hat sich aber noch nicht ergeben. Kommt aber sicher früher oder später bei mir auch auf den Tisch.
Viel Spass bei diesem Bausatz.
Soviel ich in Erinnerung habe, gibt es bei den Flügel - Rumpf etwas Probleme. Oder nur bei der 190-A8 Version. Rate einfach viel Pass Proben zu macheb bevor der Kleber kommt.
JV44 hat eine Tolle Geschichte und nette Erkennungsmarke für die eigene Flak.
Die Quinta Bildchen muss ich auch immer mit Sekundenkleber aufziehen.
Ich schaue gern mit bei deinem nächsten Beitrag 8)
Quote from: Jan-Willem on 19. September 2024, 11:38:27.........
Hast du zuerst die Instrumente von den Teilen heruntergeschliffen bevor du die Decals anbringen konntest?
.....
Ja, ich hatte eigentlich nicht geplant, die Dinger zu verbauen. Ich musste die seitlichen Konsolen plus das ,, untere Instrumenten Panel" Plan schleifen. Ich wollte ursprünglich eigentlich die Version mit den normalen decals machen. Eduard hat aber jeweils beide Versionen dieser Teile im Bausatz, flach für die Space decals und die mit den Instrumenten als Relief. Das obere Instrumenten Panel ist die flache Version.
Das mit der Farbe stimmt wohl, aber da sind deutsche Cockpits aus dem Zweiten Weltkrieg eine dankbare Umgebung. Das sieht zusammen mit RM 66 gut aus.
Das ganze könnte man jetzt betiteln mit: jetzt wird's langsam mühsam.
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Um die Flügeloberteile zu montieren, muss man extrem schleifen. Und dann auch seltsam ist, es hat keine Noppen und Vertiefungen die die Oberseite genau positionieren. Hab ich noch nie gesehen bei einem Modellbausatz.
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Dieses Teil muss mindestens einen Millimeter abgeschliffen werden, sonst passt einfach das Oberteil des Flügels nicht drauf. Und vor allem,er schliesst nicht vorne bündig ab.
Jetzt wird es zu einer echten Herausforderung. Da ich noch zwei weitere solche Bausätze habe davon eine eine Weekend Edition, hätte ich zuerst einmal eine ganz normale Version machen. Ich denke, ich werde auch gleich weitere Airbrush Versuche mit ihr durchführen.
Mal sehen, was es wird.
Hmm das hätte ich nicht erwartet von Eduard..
Die Adeckungen oben vor der Kanzel sind ähnlich zwiespältig. Diejenige zuvorderst, unmittelbar vor dem Propeller passt gut. Da gibt es keine Probleme. Das Teil, das die MGs vor der Kanzel abdeckt passt wieder eher schlecht. Wie wenn das ganze Cockpit ,,zu hoch" eingebaut wurde. Dieses sitzt aber in den vorgesehenen Führungen.
Die Idee von Eduard finde ich da nicht schlecht mit den Abdeckungen. So gibt es in diesem Bereich keine Rille von den der Länge nach zusammen gesetzten Rumpfhälften.
Das sind alles wertvolle Informationen für mich! Ich habe selber noch einen Eduard Fw-190 D-9 Late Profipack im Stash. ;)
Sehr untypisch für so einen Hersteller das man derart an den Teilen schnitzen muss damit es passt.
Quotees hat keine Noppen und Vertiefungen die die Oberseite genau positionieren
Bei short run Kits ist das Standard...
Grüße Hartmut
Quote from: hartmut on 18. October 2024, 13:15:32Bei short run Kits ist das Standard...
Meinst du das ist ein Short-run Kit? Eduard hat doch x beliebig viele FW 190 herausgebracht, darunter auch mehrere Serien D-9, sowohl Weekend Edition als Profipack..
Ich habe das Projekt als solches abgebrochen.
Man kann das Modell sicher bauen mit geöffneten Wartungsklappen. Mit geschlossenen Klappen hingegen könnte das eine schlechte Idee sein. Bei mir war es jedenfalls so. Hinzukommt ein Missmatch mit der Bemalung verglichen mit Jerry Crandals Buch Dora of the Galland Circus.
Da würde ich mich zuerst noch mal schlau machen. Ich habe noch zwei solcher Kits, somit also alles kein Problem. Mit dem angefangenen Modell muss ich mal sehen, ich werde sicher ein paar Tests mit ihm machen und vielleicht mal etwas kreativ werden😃
Gute Entscheidung. Ein zweiter Anlauf mit gründlicher Vorbereitung wird dann sicher was!
QuoteMeinst du das ist ein Short-run Kit?
Nein, natürlich nicht. Ich wundere mich nur das Eduard da so short run mässig unterwegs ist und sonst jeden Niet zählt.
Grüße Hartmut
Quote from: hartmut on 20. October 2024, 12:12:25Ich wundere mich nur das Eduard da so short run mässig unterwegs ist und sonst jeden Niet zählt.
Allerdings, das verstehe ich auch nicht! Hätte fast meine D-9 ausgepackt und verglichen, aber das war mir dann doch zuviel im Moment..
Irgendwie habe ich in der letzten Zeit den Faden verloren, wie man das hier bedient. Die Fehlermeldung betreffend des Textfeldes konnte ich auch beseitigen.
Aber das ist eigentlich nicht der Grund, warum ich hier einen Anhang noch anhänge. Wie ihr wisst, hab ich meine Fw 190 D aufgegeben. Ich baue sie aber trotzdem fertig um gewisse Sachen noch auszuprobieren. Unter anderem das hier:
Groß (Fw1907).jpg
Das ist eine Paste, die man mit dem Tuch im Prinzip auf das Modell aufreibt und poliert. Und das Zeug ist richtig gut:
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Ich habe eine schwarze Grundierung verwendet, im Prinzip immer das Beste für so Metalloberflächen. Das kann man so schön richtig aufpolieren. Im Gegensatz zu Metallfarbe ist das polieren kein Problem. Poliert man mal zu wild, trägt man einfach wieder ein bisschen von dem Wachs oder ich würde es eher als dick flüssige Farbe benennen, wieder auf.
Ich fragt euch sicher, und was ist der Haken daran? sehr gute Frage!
Das Zeug lässt sich relativ schwierig versiegeln. 1,2 Schichten Glanz Lack verändern das Aussehen nicht, aber es hält auch nicht so gut wie auf Farbe. Maskierband zum Beispiel, das darf wirklich nicht fest kleben. Sonst reisst man die Lackschicht wieder ab. Das ist im Grunde kein grosses Problem, weil das sieht lang nicht so hässlich aus wie wenn man das von Farbe abreisst. Und es geht auch nicht bis auf die Grundierung runter.
Decals aber, sind hier noch eine Runde heikler als sonst. Die coolen Eduard Decals, Bei denen man die Folie abräumen kann, funktionieren hier fast nicht:
Groß (Fw1908jpeg).jpeg
Die grüne Blendschutz Farbe vor dem Cockpit, habe ich ebenfalls versiegelt. Da das aber nicht so toll hält, kann man hier gute Chipeffekte sehr einfach machen.
Ich bin jetzt gerade das Cockpit am machen. mal sehen, wie das dann da drauf aussieht.
Hmm ja ich verwende das Zeug ab und zu für kleinere Teile. Habe noch nie ein ganzes Modell damit gemacht. Irgendwie dachte ich, dass es viel zu fettig ist, als dass man danach noch etwas damit anfangen könne, wie weitere Farben, Lack oder Decals. Interessant, dass du da nichts annimmst, sondern es ausprobierst. Und es scheint besser zu funktionieren als ich angenommen habe, wenn auch nicht ganz so gut wie es für mich braucht zu sein ;)