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Autor Thema: Hasegawa 1/48 Bf109G-2 "gelbe 10" Hans Döbrich 6./JG5  (Gelesen 6352 mal)

MarcelZ

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Re: Hasegawa 1/48 Bf109G-2 "gelbe 10" Hans Döbrich 6./JG5
« Antwort #120 am: 20. Juni 2022, 21:25:01 »

Hoi Tobias
Finde Deine Arbeit Top! Mir gefällt die Me109 sehr gut. Finde die Bemalung echt schön.
Mach so weiter wie Du es für Dich richtig ist.
 Lg MarcelZ
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tobias

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Re: Hasegawa 1/48 Bf109G-2 "gelbe 10" Hans Döbrich 6./JG5
« Antwort #121 am: 21. Juni 2022, 13:47:42 »

Hoi Tobias
Finde Deine Arbeit Top! Mir gefällt die Me109 sehr gut. Finde die Bemalung echt schön.
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 Lg MarcelZ

Vielen Dank Marcel  :), das werde ich tun.
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tobias

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Re: Hasegawa 1/48 Bf109G-2 "gelbe 10" Hans Döbrich 6./JG5
« Antwort #122 am: 21. Juni 2022, 17:20:03 »

Klar, der Bf-109 war wesentlich aerodynamischer als der StuKa, aber auch der hatte ein Hinterrad, das sich nicht einziehen lässt. Und eine Antennenanlage. Und relativ viereckigen Flügel. Da kann man Blechstösse verspachteln und die Flächen polieren bis man selbst glänzt wie ein nasser Seehund aber ich kann mir nicht dem Eindruck entziehen, dass man sich da mit Details beschäftigt wo die groben Fehler noch nicht korrigiert wurden...

Ich kann deiner Logik nicht folgen Jan-Willem. Vielleicht habe ich mich auch schlecht ausgedrückt und für Verwirrung gesorgt, dann sorry  ;).
Mit dem Einwand der gespachtelten und polierten Bf109 wollte ich nur den Einfluss der Oberflächenbeschaffenheit auf den Luftwiderstand des Flugzeugs untermauern. Gemacht wurde dies bei den Verbänden an der Front von den Piloten und Mechanikern. Und die werden schon gewusst haben wieso. Die haben auch gewusst dass ein einziehbares Spornrad mehr gebracht hätte, aber das war dann nicht realistisch umzusetzen irgendwo in der Steppe Russlands. Man hat das Beste aus dem gemacht was man hatte und mit einfachen Mitteln ein paar km/h mehr aus den Flugzeugen herausgeholt. Für einen Jäger war eine hohe Geschwindigkeit essentiell. Eine höhere Geschwindigkeit war klar ein Vorteil. Zum Bespiel erlaubte sie es dem Piloten eventuell einen Kampf anzunehmen oder ihm auszuweichen. Und wenn es auch nur 10km/h waren, vielleicht waren genau diese das Zünglein an der Waage ob man es noch in die rettenden Wolken schafft oder eben nicht. In Anbetracht was für den Piloten auf dem Spiel stand kann ich verstehen, warum er in einer ruhigen Stunde die Flächen seiner Lebensversicherung poliert. Hier im Link ein schönes Bild, man beachte wie sich die Seitenflosse in der polierten Fläche der Höhenflosse spiegelt.

https://me109.info/display.php?from=site&lang=de&auth=e&name=ergebnis_suche&fotonummer=6098

Um jetzt aber von der Front zur Industrie zurückzukommen, hier fand doch eine Entwicklung statt.
Ich bin da mit Rudolf einig, die (oder der?) Stuka ist ein unglücklich gewähltes Beispiel. Ohne dieses Muster besser zu kennen vermute ich, dass eine hohe Höchstgeschwindigkeit nicht in deren Pflichtenheft stand. Die Ju87 wollte nicht schneller fliegen, die wollte bei Luftüberlegenheit / mit Begleitschutz operieren, so war sie auch erfolgreich.
Die 109 wurde vor dem Krieg zum Standard Jäger bestimmt und stetig weiterentwickelt, Aerodynamisch gesehen zwar nicht immer nur zum besseren  ;D. Aber man wusste bestimmt wo die Baustellen sind und daran wurde gearbeitet und von Baureihe zu Baureihe das Flugzeug angepasst um die verlangten Aufgaben erfüllen zu können. Man musste mit der 109 als Basis arbeiten bis neue Muster zur Verfügung standen, und diese Entwicklung brauchte einfach Zeit, gipfelte aber dann in der Me262 um bei Messerschmitt zu bleiben. Die hatte ja dann auch jede Menge zukunftsweisendes, gepfeilte Flächen, Bugfahrwerk einziehbar, Strahltriebwerk. Der einziehbare Sporn war auch bei der 109 schon Tatsache, nicht aber in jeder Baureihe.
Und warum sollte jetzt die Entwicklung bei der Farbe / Oberflächenwiderstand nicht stattfinden oder sinnlos sein? Nur weil man beim Sporn bei diesem Muster noch Probleme hat? Die Entwicklung fand doch ganz natürlich auf allen Ebenen parallel statt und das bis heute und wird auch zukünftig so sein. Vermutlich war ein verbesserter Anstrich auch relativ wenig kostenintensiv und schnell verfügbar im Gegensatz zu verbesserten Baureihen oder einem neuen Muster. Und wenn man in kurzer Zeit ein Muster, mit dem man mangels Alternative operieren muss, geringfügig mit einem Anstrich verbessern kann, wie mit dem Nachtsichtschutzanstrich 1943 passiert (im Beitrag oben von mir erwähnt), warum sollte man das nicht tun?

Ich sehe es wie du Jan-Willem, an der Front war die Praxis / der Praktiker gefragt. Der Anstoss der Diskussion war aber nicht die Frontpraxis sondern die Verordnung der Luftwaffe für Kraftfahrzeuge und Bodengerät die Umtarnpaste zu verwenden, für Flugzeuge selber aber der weisse Flieglack. Irgendeinen Grund für die Anordnung wird es schon gegeben haben, warum die Umtarnpaste nicht auch für Flugzeuge genügen sollte. Hier sind wir leider nicht weiter und ausser Oberflächenschutz und / oder Luftwiderstand habe ich keine Idee.
« Letzte Änderung: 21. Juni 2022, 17:25:11 von tobias »
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Jan-Willem

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Re: Hasegawa 1/48 Bf109G-2 "gelbe 10" Hans Döbrich 6./JG5
« Antwort #123 am: 22. Juni 2022, 17:15:51 »


Ich kann deiner Logik nicht folgen Jan-Willem.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich es nicht verstehe.  ;D Somit kann es gut sein, dass meine Logik krumm ist.

Ich verstehe, dass Piloten das machen was möglich ist, damit ihre Maschine schneller, wendiger, usw. ist. Wobei ich denke Vieles wurde von Mechaniker gemacht und nicht von den Piloten selbst.
Ich stimme auch mit dir ein, dass verschiedene Entwicklungen sicherlich parallel stattfanden.
Ich verstehe auch, dass die Farbe einen Einfluss hat auf dem Luftwiderstand, Cw Wert. Was ich nicht verstehe ist, wie gross diesen Einfluss ist. Also mal abgesehen von shark-skin und die Tatsache, dass Flugzeuge regelmässig gewaschen werden sollen damit der Luftwiderstand möglichst gering ist meine ich.
Macht es wirklich einen wahrnehmbaren Unterschied ob das Flugzeug matt oder glänzend lackiert wurde? Wenn ja, wieso erscheinen denn fast alle WWII Flieger matt? Wieso wurden die nicht alle poliert oder einfach glänzend lackiert? Wieso gab es so viele Flugzeuge wo die Farbe abgeblättert war und die nicht ausgebessert wurden. Wenn das doch so einen Unterschied machen würde? Irgendwie bekomme ich das nicht zusammengereimt. Und wieso würde man dann nicht eine schöne (Teil-) Abdeckung machen für das Spornrad? Oder einen Keil davor?
Also mein Unverständnis beruht einerseits auf zu wenig Kenntnisse der Strömungslehre, anderseits darauf, dass ich sowas bislang noch nie gesehen habe und viele Indizen einfach in anderer Richtung zeigen.
Der StuKa übrigens hatte ja tropfenförmige Verkleidungen um das Fahrgestell - was nicht eingefahren werden konnte. Aber er wurde auch ohne geflogen. Hiermit wollte ich zeigen, dass sowas unter Umstände eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Für mich auch ein Grund mich zu fragen wieso man sich über die Oberflächenbeschaffenheit der Farbe Sorgen gemacht hat. Auch wenn das zwei unterschiedliche Flieger sind.
Das Foto, was du verlinkt hast, zeigt tatsächlich ein glänzendes Höhenleitwerk. Aber wieso weshalb warum und vor allem auch wie, wird nicht erklärt. Der Pilot jedenfalls ist gerade nicht mit dem Höhenleitwerk beschäftigt, sonst stünde ja der Farbtopf nicht drauf. Sieht eher danach aus, dass er gerade mit den Abschussbalken beschäftigt ist. Das Seitenleitwerk scheint überhaupt nicht zu glänzen. Wieso denn nur das Höhenleitwerk?

Ich denke übrigens, dass es verschiedene Gründe geben kann wieso Umtarnfarbe normiert wird.
Ich will auch gar nicht sagen, dass die Oberflächenwiderstand nicht darunter ist oder nicht sogar sehr wichtig war.
Aber ich denke zum Beispiel an der Versorgung der Einheiten. Wenn die eine Einheit Zahnpaste verwendet und die andere gelöschter Kalk, dann hat die dritte Einheit vielleicht nichts zur Hand. Wenn die Farbe normiert ist kann sie produziert und in bestimmten Mengen zur Verfügung gestellt werden und jeder weiss wofür diese Farbe ist.
Auch ein Grund kann sein, dass man die Farbe so hergestellt hat, dass sie im Frühling wieder abgewaschen werden kann. Ich meine eine neue Schicht Farbe drüber ist auch wieder etliche Kilo schwer.
Oder vielleicht, dass man mit dieser Farbe die freundlichen Flieger von den Feinlichen (mit Kalk) unterscheiden kann.
Wenn es aber so wäre - und da kommt wieder die Frage  ;D - dass der Luftwiderstand niedriger war mit polierten Oberflächen, wieso normiert man dann die Farbe nicht glänzend, damit nachher die Piloten nicht mehr polieren müssen?

Also für mich sind es alles Fragen über Fragen (die nicht als Kritik an anderen Aussagen gemeint sind, sondern wirklich nur als Fragen) aber die Thematik ist interessant.
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Rudolf

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Re: Hasegawa 1/48 Bf109G-2 "gelbe 10" Hans Döbrich 6./JG5
« Antwort #124 am: 23. Juni 2022, 08:41:57 »

Zitat
Also für mich sind es alles Fragen über Fragen (die nicht als Kritik an anderen Aussagen gemeint sind, sondern wirklich nur als Fragen) aber die Thematik ist interessant.

Interessanter Disput, liest sich wie eine Bildexpertise unter zwei Kunstsachverständigen. LG Ruedi
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Jan-Willem

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Re: Hasegawa 1/48 Bf109G-2 "gelbe 10" Hans Döbrich 6./JG5
« Antwort #125 am: 23. Juni 2022, 08:57:19 »

Kleine Korrektur: ich bin hier keineswegs ein Sachverständiger. Aber ich wüsste gern mehr, darum die Fragen (und Theorien)  ;D ;D
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Roger

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Re: Hasegawa 1/48 Bf109G-2 "gelbe 10" Hans Döbrich 6./JG5
« Antwort #126 am: 23. Juni 2022, 13:17:49 »

Hey Tobi

Tolle Baustelle und Lackierung! 1a


Und ich gebe meinen Senf auch mal dazu ;D

Stuka Mit und Ohne Fahrwerksverkleidung: wurde in der Ostfront und Nordafrika eingesetzt. Grund war Schlamm oder Sand.
Den Vergleich Stuka zur 109 mache ich nicht, das ist wohl allen bewusst, zu welchem Zweck die Konstruiert wurden.

Matt oder glänzend, spricht wohl einzig als Tarnung. Einen getarnten Tieflieger erkennst du praktisch nicht aus der Höhe, und Matt spiegelt die Sonne nicht, was dich schnell veraten kann.
Ich behaupte ohne Quellen zu kennen nun die Einsatzfunktion der Geschwader. Ein Begleitjäger, welcher Bomber in grossen Höhen begleitet braucht keine Tarnung. Nachtjäger / Bomber waren wieder ein anderes Thema.
Die Amis haben zu Kriegsbeginn auch alles getarbt gehabt, die die Briten ebenso... mit den späteren Kriegsjahren wichen die auch immer weiter zum Silbervogel um. Wenn du den Verlauf der Mustang, Spitfires, Thunderbolts aber auch B17 /B24 anschausts, waren die am Schluss nur zur Erkennung an der Heckflosse markiert. Wiederrum hatten die Allierten auch mehr Zeit und Mannstärke, die Flieger zu warten. Die Deutschen hatten vermehrt Piloten Mangel und mussten allzeit Alarmstarten. Da bleibt die Prio polieren wohl weit zurück.

My two Cents


So, und nun das Wort zurück an den Erbauer  8)
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