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Autor Thema: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32  (Gelesen 749 mal)

dominikW

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Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« am: 18. Oktober 2018, 09:20:52 »

Vor nicht allzulanger Zeit sass ich mit einem Kunden im Laden bei Kaffee und diskutierte über... naja... Modelle halt. Wir sprachen darüber was spannend wäre als Bausatz zu erhalten und irgendwann meinte ich: Eine Ta-152 C in 1/32, das wär doch was. Ich staunte nicht schlecht als er mir sagte dass es das gäbe, wo ich doch meinte langsam eine Übersicht zu haben. Als er mir dann sagte von wem der Bausatz sei wusste ich wo das Problem lag. Pacific Coast wieviel?

Als ich dann später am Abend meine Scalemates Enzyklopädie aufschlug und auf Seite 1756 den entsprechenden Eintrag fand staunte ich nicht schlecht.
Macchi C.202 und 205, Fiat G.55, Hawker Hurricane, Griffon Spitfires, Ta-152 C... und das alles in 1/32. Was will man mehr?

Geblendet von dieser Entdeckung schmiss ich mich ohne gross nachzuforschen rein und holte mir die G.55 und die 152 C-1. Man hätte ja auch erstmal ein paar Bauberichte lesen können, aber das hätte ja den ganzen Spass genommen. Nach einem ersten Blick in die Kiste schienen die Oberflächendetails, Resin- und Ätzteile von verhältnismässig guter Natur zu sein.

An der Zurich Game Show schusterte ich das Cockpit zusammen und >versuchte< die Resinteile zu verbauen. Es handelt sich hierbei vor allem um einen Teil des Motors den man sieht wenn man unten in den Fahrwerksschacht reinschaut. Etwas das bei den Hobby Boss 1/48 Bausätzen der 152-C unbedingt nötig wäre, da dort einfach klaffende Leere sichtbar ist.

Aber irgendwann kommen wir alle auf den Boden der Realität zurück. Der Kunstoff ist sehr weich und an manchen Stellen relativ schlecht gegossen. Die Passgenauigkeit ist grösstenteil miserabel, die Resinteile haben Gussblöcke gigantischen Ausmasses, die Teilelogik und Gussgenauigkeit lässt zu wünschen übrig und der Propeller ist schlichtweg eine Katastrophe. Zum zusammenbauen wie auch anschauen. (Das erste Bild zeigt den groben Zusammenbau, jedoch ist noch kaum etwas verleimt.)

In solchen Fällen heisst es für mich das möglichste rauszuholen. Ich habe die Nieten bestmöglich nachgearbeitet und eingestanzt, Vertiefungen mit dem Gravur Werkzeug nachgezogen und dank den weichen Kunstoff hie und da einen schönen tiefen Schnitzer hinterlassen und mir ein paar Propeller von Henri Dähne gegönnt. Leider hatte er keinen für die 152-C jedoch konnte ich mir einen VDM-VP mit 152-H Spinner und D-13 Blättern halbwegs zusammenschustern. (Bild 2)

Auf Bild drei lässt sich die grundierte Mühle sehen. Ich hoffe nur dass die niemand auseinander nimmt und sieht was ich in der Motorverkleidung alles "verbaut" habe... Mir würde wahrscheinlich die Modellbaulizenz entzogen.

Schliesslich habe ich mich an die Lackierung gewagt. Es wir eine der Versuchsmaschinen und daher die Oberfläche RLM75 und 83. Jedoch bin ich hierbei nur am Anfang (Bild 4).

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Roger

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #1 am: 18. Oktober 2018, 10:06:17 »

Auf den ersten Blick sieht es schon mal gut aus! Die 152 ist berüchtigt, ein schwerer 32er Bausatz zu sein.

Bin jedoch sicher, du wirst diesen meistern!
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MacMeister

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #2 am: 18. Oktober 2018, 11:53:38 »

Hoi Dominik,

Mutig und der Vogel sieht doch so schon mal recht ordentlich aus  :)
Ich erinnere mich an den BB von Claudio's Hurricane derselben Marke. Claudio hatte da auch etliche Hürden zu meistern  8)
Viel Spass bei der Tarnung, ich schaue gerne weiter zu.

en Gruess vom MacMeister
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MarcelW

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #3 am: 18. Oktober 2018, 12:18:32 »

Schaut so wirklich gut aus. Auch wenn du nun so viel mühe damit hast, am Ende hast du dafür was besonderes.
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stephan

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #4 am: 18. Oktober 2018, 15:51:50 »

Uiuiui!!

Habe diese C, eine H und die frühen 190A vom selben Hersteller in meinem Lager!!  :o

Mal sehen, ob ich die jemals bauen werde!

Viel Spass (oder eher Nerven) weiterhin!
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hartmut

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #5 am: 18. Oktober 2018, 21:57:57 »

Sieht gut aus bisher. Von den Problemen ist auf den Bildern nichts zu sehen. Was gefällt dir den an dem Propeller nicht - oder ist der auf dem Bild schon ein getauschter?

Grüße Hartmut
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hartmut

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #6 am: 18. Oktober 2018, 22:02:08 »

Hab überlesen das du den Prop zusammengelogen hast, sorry. Zeigst du bitte ein Bild vom Bausatz Prop?

Grüße Hartmut
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dominikW

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #7 am: 18. Oktober 2018, 22:27:27 »

Danke für die netten Worte, wie gesagt, es ist ein Flugzeugtyp den ich in 1/32 bauen wollte, also versuch ich es. Leider hab ich den Propeller schon längst geschmissen. Ich sags mal so: Komischer Spinner, schlechte Verbindung zwischen Propblätter und Mittelteil und die Form, wie auch vor allem die Dicke der Propellerblätter waren mehr Bretter als sonst was... Ich denke diese Lösung kommt dem "echten" wohl am nächsten. Mal schauen was ich Morgen noch so machen kann.
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dominikW

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #8 am: 24. Oktober 2018, 11:05:08 »

Ich hab mich gestern an das Korrigieren gewagt. Nochmals RLM 76, 75 und 83 um all die Fehler zu beheben und schliesslich mit einer eigenen Mischung ans Post Shading.
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MacMeister

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #9 am: 26. Oktober 2018, 10:19:10 »

schön lebendig, gefällt mir Dominik  ;D
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tobias

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #10 am: 28. Oktober 2018, 15:53:56 »

die wird guuut!

tobias
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MarcelW

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #11 am: 28. Oktober 2018, 19:39:26 »

Die Bemalung schaut super aus.
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dominikW

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #12 am: 27. November 2018, 20:31:58 »

Ja ein bisschen Zeit ist vergangen und irgendwie fand ich nicht so recht Zeit an der Mühle weiterzumachen. Auch widmete ich mehr Aufmerksamkeit anderen Projekten. Dennoch entschloss ich mich vor Kurzem den Vogel doch noch zu beenden und damit einhergehend die womöglich grösste Schwachstelle des Bausatzes zu entdecken. Doch mehr dazu weiter unten.

Ich wollte die Nieten mit einem Wash zur Geltung bringen, und musste Wohl oder Übel das Teil glänzend machen. Mänu hatte schonmal mit den Top Coats von Gunze hantiert und seine Mosquito mit Tim & Struppi Bemalung glänzte so schön vor sich hin. So tat ich ihm nach und kurzum war die schöne Mattheit fast gänzlich verschwunden. Mit der Spraydose geht das bei einem 1/32er natürlich sehr rasch. Wash drauf zack zack, hier abgewaschen, ölfarben hie und da, Farbstifte um ein paar Kratzer zu machen, okay so weit so gut, nun wieder matt machen um das Chipping per Silberstift einfach hinzubekommen. Top Coat Flat, bei Kälte und Nässe draussen drauf und BäM! irgendwie nicht so zufriedenstellend.

Vielleicht kann man es etwas aus dem Text herauslesen, ich wollte ihn fertig bekommen. Ich nahm mir an diesem Punkt jedoch nochmals zeit und testete die neuen Premium Lacke von Gunze aus. Nach ein zwei Schichten sah das doch wieder schön matt aus. (kann ich nur empfehlen) Bevor ich mit dem Chipping anfing, wollte ich noch schnell das Fahrwerk dran machen. Ach wie sollte ich mich irren...

Es erstaunt mich mittlerweile nicht mehr warum Pacific Coast Models so unbekannt ist, ich behaupte es hat mit der Qualität der Bausätze zu tun. Der Flieger ist mit den verbauten Resinteilen verhältnismässig schwer. Die Verbindung zwischen den Fahrwerksbeinen und den Flügeln ist, kurzerhand, ein Witz. Wer das Fahrwerk einer Fw-190 vor Augen hat, weiss das die beiden etwas nach innen und vorne geneigt sind. Die angesprochene Verbindung ist dermassen lasch (von den "Seitenstreben" ganz zu schweigen) das man die Fahrwerksbeine mehr oder weniger in Position halten muss bis der Leim getrocknet ist. Und ich meine nicht weil es etwas nach links und rechts variieren kann, sondern weil die Beine mehr oder minder frei beweglich sind.

Schon beim zusammenkleben kann man mit einem minimalen logischen Gedankenaufwand feststellen dass dies das Gewicht des Fliegers nicht tragen kann. Und wie es das nicht kann. Die Fahrwerksbeine kippen ohne wenn und aber weg. Ich habe noch versucht mit Metallrohren das Ganze etwas zu stabilisieren, jedoch war das Resultat kaum tragbar (genausowenig wie die Fahrwerksbeine hahahahaa....  ::)) Somit entschloss ich mich die Verbindung schlicht weg mit einer Masse abzudichten die sich dann verhärtet. Aber auch dies hält den Flieger nicht lange auf den Beinen... Ich hatte nciht viel von dem Bausatz erwartet, aber dieses Intermezzo kurz vor Schluss war nochmals ein harter Brocken.

Nichtsdestotrotz, ich wollte eine Ta-152C in 1/32 machen, und ich habe eine gemacht. Klar wäre es wünschenswert dass einige Sachen besser/überhaupt brauchbar wären, aber in einem solchen Fall kann man froh sein Modellbauer zu sein, da man sich selber zu helfen weiss. Insofern, hier ist das Resultat in einem Foto das so ziemlich den Bausatz widerspiegelt: A huge f*** mess. (Und nein ich werde von keinem einschlägigen Güezifabrikanten gesponsert  ;D)
« Letzte Änderung: 27. November 2018, 20:38:49 von dominikW »
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MarcelW

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #13 am: 27. November 2018, 21:09:08 »

Ist aber trotzdem was schönes draus geworden. Gratuliere.
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MacMeister

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Re: Ta-152 C-1, Pacific Coast Models, 1/32
« Antwort #14 am: 27. November 2018, 21:29:09 »

Hoi Dominik,

Bliebe zur Not noch die Darstellung auf Holzböcken in Wartungsszene  ;) 8) ;D
Von der Farbe her, ein sehr schönes Kleid und Danke für den Einblick in Pacific Coast, Finger wech  8)

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