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Autor Thema: Airbrushen  (Gelesen 1095 mal)

RogerF

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Airbrushen
« am: 12. September 2016, 09:38:47 »

Hallo zusammen

So, dann hier mal meine erste Frage  :)
Zurzeit ist das Airbrushen noch alles andere als ein entspannendes Hobby, da habe ich noch so meine Probleme…

Zuerst mal zur meiner Ausstattung:
•   Farben: Vallejo Model Air
•   Verdünner und Reihniger: Vallejo
•   Airbrush: Harder & Steenbeck evolution two in one & BlueAir

Mein Hauptproblem besteht vor allem darin, dass mir die Düse nach kurzer Zeit verstopft. Also ich beginne und muss den Trigger ca. 1/3 zurückziehen, um eine schöne Linie ziehen zu können. Doch schon nach ca. 10s sprühen muss ich schon weiter zurückziehen. Es wird vor allem sehr „unkonstant“. Erst kommt nichts und dann auf einmal wieder sehr viel und alles ist voll  :(

Nach etlichen Recherchen, war klar, Farbe zu dick. Weiter verdünnt. Ein wenig besser, aber nicht gut. Noch weiter verdünnt, nun verlauft die Farbe…
Ok, da gibt es noch den Druck. Von 1 bis 2.5Bar. nichts war wirklich befriedigend...

Am besten fahre ich zurzeit mit ca. 1 Bar und 1 Teil Verdünner zu 3 Teilen Farbe. So kann ich eine gewisse Zeit arbeiten, danach Nadel reinigen und dann geht es nochmals. So aber nach ca. 1 min sprühen, reicht das Nadel reinigen nicht mehr und ich muss die Pistole zerlegen…


Ev. gibt diese Info noch ein Indiz für meinen Fehler: Und zwar, wenn ich Klarlack von Vallejo auftrage, gibt es mir eine extrem raue Oberfläche, also wirklich Körnig und nichts von Glanz ist zu sehen.
Dies deutet, so viel wie ich verstanden habe, dass die Farbe zu schnell trocknet. Leider habe ich es nicht hingekriegt, dass es besser wird. Meine derzeitige Lösung TopCoat von Gunze aus der Dose, gibt ein für mich zufriedenstellendes Ergebnis.


Es ist wahrscheinlich nicht leicht, eine Ferndiagnose zu erstellen, aber ev. hat noch jemand einen Tipp, oder ähnliche Erfahrungen gemacht.

Gruss
RogerF
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claudio

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Re: Airbrushen
« Antwort #1 am: 12. September 2016, 10:39:57 »

Ciao Roger

Die verwendete Airbrush ist ein gutes Produkt, viele von uns nutzen auch die Evolution oder die Infinity von Harder & Steenbeck.

Deine "Fehlerbeschreibung" kommt mir sehr bekannt vor, ich habe die gleichen Probleme mit den Vallejo Model Air Farben. Die Farbe trocknet sehr schnell an der Nadel an und verursacht die von dir beschriebenen Probleme. Ich verzichte deshalb wenn immer möglich auf diese Farben.
Meine Lieblingsfarben sind Gunze Acryl Farben oder Tamiya Acryl Farben. Bei denen lagert sich die Farbe nicht so schnell an der Nadel ab.
 
Wenn du bei Vallejo bleiben willst solltest du ein Wattenstäbchen mit Airbrushreiniger tränken und alle 10 - 15 Sekunden Sprühdauer die Nadel vorne reinigen (vorsichtig damit die Spitze nicht verbiegt).

Den Vallejo Glanzlack kenne ich nicht, ich verwende immer einen Bodenreiniger aus den USA (Future oder Pledge). Es gibt auch in der Schweiz ähnliche Produkte, ich weiss da leider den Namen nicht mehr. Aber jemand hier im Forum kann sicher weiterhelfen  ;) ;D

Ich hoffe das hat dir etwas weitergeholfen.

Tschüss
Claudio
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max

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Re: Airbrushen
« Antwort #2 am: 12. September 2016, 13:26:47 »

Sali Roger

Claudio hat schon alles gesagt  :)

Ich würde dir empfehlen andere Farben "AUSZUPROBIEREN" jeder hat so seine Farben die ihm liegen  ::) ich nehme z.b., die normalen Vallejo Farben und Verdünne diese mit ganz normalem Wasser  8) , jeder sagt das geht nicht ,,,, tja  :o bei mir doch  :) aber ich muss auch die Düse an der front so alle 20 Sekunden reinigen, ich mache es mit einem weichen Pinsel den ich in Alkohol wasche.

was ich dir damit sagen will, ist es gibt kein 100% tiges Patent. man muss sich durchprobieren  ;)

Grüessli

Max
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Lectori Salutem

cipi

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Re: Airbrushen
« Antwort #3 am: 12. September 2016, 17:07:19 »

Hoi Roger

Wenn ich richtig liege, hat Urgestein "Radio-Pepe" den Umgang mit Airbrush und Vallejos an einem Workshop vorgeführt. Ich meinte er hat zu den Vallejos ein paar Tropfen Future gegeben, um die Farben etwas geschmeidiger zu machen.

Mir liegen die Gunze und Tamiya-Farben auch besser.


Gruass Carlo
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Leidest du an Lackdoseintoleranz?! Benutze einfach die Airbrush!

stephan

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Re: Airbrushen
« Antwort #4 am: 12. September 2016, 19:23:25 »

Hallo Roger!

Ich verwende die verschiedensten Farben, darunter auch die von dir beschriebenen Vallejo. Zuerst habe ich auf einen Tipp von "Radio-Pepe" die Farben mit dem REINIGER und nicht mit dem Verdünner verdünnt! Das Ergebnis war schon besser. Jetzt gibt es aber von Vallejo einen "Retarde" also einen Verzögerer, welcher das Trocknen verzögert. Das funktioniert wirklich gut! Solltest du beindiesen Farben bleiben (oder AK oder auch Ammo of MiG) würde ich dir zu dieser Kombi, Reiniger/Retarder, raten. Ansonsten, wie bereits gesagt wurde, Gunze, oder Tamiya!

P.S: Willkommen hier im Forum aus dem schönen Fricktal!
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hartmut

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Re: Airbrushen
« Antwort #5 am: 12. September 2016, 20:08:57 »

Moin,
Ich benutze auch die Vallejo Model Air Farben und verdünne die mit destilliertem Wasser. Klappt gut, aber zwischendurch wenn der Topf leer ist sollte man mal eine Rutsche Wasser durchjagen und die Düse mit einem nassen Wattestäbchen reinigen. Die genannten anderen Farben kenne ich nicht. Vorher hab ich Enamels von Revell und Humbrol vernebelt und tue das mitunter immer noch.

Grüße Hartmut
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RogerF

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Re: Airbrushen
« Antwort #6 am: 13. September 2016, 19:28:53 »

Hallo zusammen

Ich war heute wieder mal beim Modellbauladen hier um die Ecke.
Da habe ich noch einen Farbständer entdeckt, mit "Modellmaster Acryl Farben".
Ich habe mir mal eine Schwarze mitgenommen einfach um es mal zu probieren, habe vorher noch nichts über diese Farben gelesen.

Was soll ich sagen, ich war baff...  :o
In die Airbrush rein, noch 2 Tropfen Vallejo Verdünner und ....
Ich konnte ewig spritzen, ab und zu mal kurz Nadel abputzen und dann aber weiter wie vorher.

Das war ein solches aha Erlebnis  ;D So sollte es also sein, dann macht auch das Brushen spass.


Gibt es was über die Farben zu sagen, habe ich es einfach überlesen, oder sind die nicht so verbreitet?

Gruss
Roger
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RogerF

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Re: Airbrushen
« Antwort #7 am: 13. September 2016, 19:46:41 »

Nachtrag ich habe motivert von dem Erlebnis meine Gunze Farben hervorgeholt und probiert.

Auch hier, geht super. Ich wollte eigentlich die Vallejofarben, wegen den Döschen, daher habe ich nicht gross mit den Gunze probiert.

Nun aber sehe ich den unterschied, also zumindest bei mir ist es so.


Wie sieht es eigentlich mit Primern aus. Ich kenne nur den von Vallejo und mit eben diesem habe ich enorme Probleme.
Gibt es da auch was vergleichbares von Gunze, oder wie macht ihr das mit dem Grundieren?

Gruss
RogerF
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tobias

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Re: Airbrushen
« Antwort #8 am: 13. September 2016, 20:41:54 »

Hans-Juerg ist unser Modelmaster Acryl-Mann, er spritzt vorallem mit denen. Wenn du Roger gut damit umgehen kannst und sie einfach besorgen kannst, gibt es nichts dagegen einzuwenden.

Ich grundiere meine Modelle mit normalen Gunze Farben. Grundieren hat bei meinen Modellen nur den Zweck ein farblich einheitlicher Untergrund zu haben nach dem Einsatz von verschiedenen Materialien wie Plastik, Resin und Spachtelmasse. Bei Rot und Gelb sollte man vorher mit einem hellen Grau oder Weiss grundieren, weil diese Farben schlecht decken.

tobias
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Roger

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Re: Airbrushen
« Antwort #9 am: 13. September 2016, 20:54:23 »

Vallejo haben einfach eine Latex ähnliche Deckschicht. Wenn du Vallejo Farben anschleifen willst, kommt gleich eine ganze Gummischicht mit.
Ich hane lange mit Vallejo Air gebrusht, vor allem aus dir genanntrn Gründen: Fläschchen, grosse Farbauswahl etc.
Wenn möglich nehme ich nur noch Gunze oder Tamiya mit Alkohol verdünnt.

Zu deiner Frage, die Primer von Vallejo härten nie ganz aus., bleiben auch gummig.
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ThomasP

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Re: Airbrushen
« Antwort #10 am: 13. September 2016, 21:37:18 »

Darf ich auch noch meinen Senf dazugeben? Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte.  ;D

Lieber RogerF(ragt viel, aber das ist gut so)

Ich habe mir angewöhnt, die Farben mit dem dazugehörigen Verdünner zu verdünnen. Und zwar nicht in %, sondern so, dass sie fliessen wie Milch, was meiner Erfahrung nach die ideale Viskosität für meine Pistole, meine Düse, meinen Druckbereich und meine Technik ist.
Und ich kann nur den Vorrednern zustimmen - probieren geht über studieren - irgenwann hast Du das Optimum für Dich gefunden.  ;)

Die Vallejo Farben habe ich aufgegeben, nicht weil sie schlecht zu spritzen sind - das hat gut geklappt -, aber weil sie zu wenig auf der Oberfläche haften (Vorsicht Abdeckband) und wenn man nachträglich eine Stelle am Modell abschleifen muss, fliegen wahrhaftig die Fetzen.  >:(
Meine Lieblinge sind Gunze und Tamiya (beide Acryl), aber X-Tracolor (Acryl), sowie Humbrol und Modelmaster (beide Enamel) spritze ich auch ohne Mühe. Die Enamel-Farben eignen sich zudem besser, wenn ich einmal etwas mit dem Pinsel bemale.

Den Vallejo Primer habe ich aus denselben Gründen verworfen, wie die Vallejo Farben. Heute verwende ich Tamiya und Gunze aus der Sprühdose.

cu
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Farbe verdünnen in der Airbrush?
« Antwort #11 am: 08. September 2017, 15:13:42 »

Mache diesen alten Thread wieder auf ...

In einem Youtube-Tutorial habe ich gesehen, wie der "Künstler" zuerst ein paar Tropfen Farbe (Acryl) mit der Pipette in den Farbtopf (fest oben auf der Airbrush eingebaut) gab und anschliessend noch ein paar Tropfen des passenden Verdünners. Dann hat er mit einem Zahnstocher die Flüssigkeiten kurz (zwei, drei Mal) umgerührt - und mit dieser verdünnten Farbe seine Arbeit gemacht. Das klappte bei ihm prima ... mir erscheint dieses Vorgehen zwar ungewöhnlich, es sah aber elegant und unkompliziert aus.

Meine Frage dazu:

Kann man direkt im Farbtopf der Airbrush die Farbe verdünnen? Hat jemand dazu schon Erfahrungen, oder macht es sogar so?

Oder soll man die "Verdünnung" in einem separaten Behälter(chen) durchführen und dann von dort in die Airbrush geben?

Ich habe selber zwei Airbrushes (H+S Evolution II und Badger 150), die oben den Farbbehälter angebaut haben. Bisher (früher, mit Enamel-Farben) hatte ich entweder direkt in der Farbdöschen/-fläschchen verdünnt, oder die nötige Menge in einem separaten Behälter "spritzfertig" verdünnt. Erst die verdünnte Farbe habe ich dann in den Farbbehälter der Airbrush gegeben. Beide Lösungen hatten aber ihre Nachteile: direkt im Farbdöschen führte zu "Veränderungen" der Farbe, und den separaten Behälter musste man später (zeitaufwändig) reinigen.

Check Six !    Peter
« Letzte Änderung: 08. September 2017, 15:35:54 von PeterM »
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Re: Airbrushen
« Antwort #12 am: 08. September 2017, 15:38:26 »

Hi Peter
ich mache beides  ;D
Wenn ich die Farbe direkt in der Airbrush verdünne gebe ich aber zuerst Verdünner in den Becher. Sonst kann die Farbe die Nadel verkleben.
Wenn man es in einem zweiten Behälter macht kann man die Verdünnung aber besser dosieren. Ich mache es je nach Situation.

Tschüss
Claudio
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Roger

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Re: Airbrushen
« Antwort #13 am: 08. September 2017, 15:39:05 »

Ich mische immer extern und gebe es dann in die gun.
Und sonst würde ich zuerst den verdünner und anschliessend die Farbe direkt in die Airbrush geben....
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PeterM

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Re: Airbrushen
« Antwort #14 am: 08. September 2017, 16:41:04 »

direkt in der Airbrush verdünne gebe ich aber zuerst Verdünner in den Becher

Guter Hinweis, und Danke für die Antworten. 

Ich bin (manchmal) eine faule Ratte, und dieser direkte Weg scheint so etwas "Bequemes" zu sein ;D
... werde es dann auch einmal selber so ausprobieren.

Aces High !     Peter
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