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Autor Thema: Polnischer Flügel Husar 17 Jh.  (Gelesen 1704 mal)

max

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Polnischer Flügel Husar 17 Jh.
« am: 11. Mai 2013, 14:28:30 »

Polnischer Flügelhusar 17Jh.

Geschichte
Die Etymologie des Wortes Husar ist nicht eindeutig geklärt. Man nimmt an, dass der Begriff auf das lateinische Wort, „Cursor“ zurückgeht, das „schneller Bote“ bedeutet. In Südosteuropa im 14. Jahrhundert zu „gusar, Husar“ transformiert, bezeichnete das Wort damals einen berittenen Räuber oder Piraten. Ebenso könnte der Begriff „Husar“ auf das italienische „Corsaro“ (Korsar, Seeräuber, Streifzügler) zurückgehen.
Eine andere mögliche Erklärung wäre das ungarische Zahlwort „húsz“ (20); der Name bezöge sich dann auf Rekrutierungsmodalitäten der alten ungarischen Reiterei: 20 Häuser hatten je einen bewaffneten Reiter zu stellen. Später wurde so die gesamte ungarische Reiterei (huszár) bezeichnet. Die Ungarn selbst vermuten, dass das Wort seinen Ursprung im südslawischen Wort „hurszar“ („Räuber“) hat.
Polnische Flügelhusaren (Hussaria)
Unter ungarischem Einfluss fanden die Husaren zunächst als leichte Kavallerie Eingang in das polnische Heer. Der Wandel zur schweren Reiterei, die das mittelalterliche Ritteraufgebot ersetzte, fand Ende des 16. Jahrhunderts unter König Stefan Batory seinen vorläufigen Abschluss. Die gepanzerten polnischen Flügelhusaren (Hussaria) trugen Brustpanzer, Armschienen und kniehohe Lederstiefel. Der Name geht auf die zwei am Rückenpanzer befestigten großen Flügelstangen zurück, die bis zu einem Meter über dem Kopf aufragten. Sie sollten die galoppierenden Husaren durch ihr Rauschen und Aussehen besonders furchteinflößend erscheinen lassen. Außerdem schützten sie den Rücken vor Säbelhieben und wehrten die von den feindlichen Tataren verwendeten Fanglassos ab. Mit der Lanze als Hauptwaffe ausgerüstet, trugen die Flügelhusaren ihre Attacken in geschlossener Formation vor. Neben dieser schweren Schlachtenkavallerie hielten sich, in Ungarn wie in Polen, leicht bewaffnete Husaren als Aufklärungstruppe. Deren Taktik und Ausrüstung wurden seit Beginn des 17. Jahrhunderts europaweit kopiert.
Die Husaren waren in Fähnlein (poln. Chorągwie) von 210 Reitern eingeteilt. Die Aufstellung erfolgte überwiegend dreigliedrig, wobei das erste Glied von den Adligen (Towarzysz) und das zweite Glied von seinen Knappen (Pachołek), die ebenfalls aus dem niedrigen Adel stammten, besetzt waren. Jede Einheit wurde von einem Rittmeister (Rotmistrz) im Range eines Oberst und seinem Stellvertreter (Porucznik) geführt. Weiter hatte jede Einheit eine Choragiew-Fahne, zwei Pauker und zwei Trompeter. Nur der König führte einen Roßschweif gekrönt von einem Falkenflügel. Hochadlige Anführer durften als Auszeichnung einen Roßschweif ohne Falkenflügel führen.
Die Husaren der Neuzeit
Den anfangs unter ungarisch-kroatischen Söldnern rekrutierten Husaren blieb die Anerkennung als vollwertige Soldaten lange verwehrt. Schlechter besoldet und von der Generalität misstrauisch beäugt, emanzipierte sich diese exotische Truppe zunächst nur zögerlich. Erst zur Mitte des 18. Jahrhunderts hin mussten in Gefangenschaft geratene Husaren nicht mehr fürchten, als irreguläre Kämpfer vom Kriegsgegner getötet zu werden. Hauptaufgabe dieser mit wendigen kleinen Pferden ausgerüsteten Reiter waren der Aufklärungs- und Vorpostendienst sowie die Störung der feindlichen Versorgungslinien im Rahmen des „Kleinen Krieges“. Vor dem Aufkommen einer Militärpolizei übernahmen sie in z. B. Preußen deren Aufgaben wie das Einfangen von Deserteuren. Dagegen wurden sie anfangs in geschlossener Formation in der Schlacht kaum eingesetzt. Auch administrativ wurden die Husaren in den meisten Staaten erst ab dem späten 18. Jahrhundert der Kavallerie zugerechnet, im Verlauf des 19. Jahrhunderts verwischten sich die Grenzen der nominell unterschiedlichen Kavalleriegattungen, doch auch da, wo faktisch eine Einheitskavallerie bestand, wählte man.
Die ersten regulären Husarenregimenter wurden in Westeuropa im späten 17. und im 18. Jahrhundert nach ungarischem Vorbild aufgestellt. Bayern stellte ein erstes Regiment 1688 auf, das zweite folgte um ca. 1700. Frankreich begann ab 1692 mit der Aufstellung mehrerer Regimenter, rekrutierte die Husaren dabei zunächst aus Ungarn und Deutschland, später auch aus deutschsprachigen Grenzregionen Frankreichs. Preußen zog 1721 nach, auch Schweden und Dänemark verfügten ab 1756 bzw. 1764 über Husaren. Während der Koalitionskriege erhielten mehrere britische Regimenter leichter Dragoner sukzessive Uniformelemente der Husaren, nahmen die Bezeichnung als solche jedoch erst 1806/07 an (anfänglich nur als Zusatz, der Namensbestandteil (light) Dragoons fiel erst 1861 weg).
Typisch wurde die aus der ungarischen Nationaltracht entwickelte Uniform: Flügel- bzw. Pelzmütze (Kalpak) oder später auch Tschako, eng anliegende Hosen (Charivari) und verschnürte Jacken (anfänglich der kurze Dolman, ab Mitte des 19. Jahrhunderts der waffenrockartige Attila) sowie pelzbesetzte Überjacken (Mente), die im Sommer über die Schulter gehängt getragen wurden. Nicht nur die Abzeichenfarbe von Ärmelaufschlägen und Kragen, sondern auch die Grundfarbe der Uniform selbst (auch der Beinkleider) war in den meisten Ländern Regimentsweise unterschiedlich, wobei sich letztlich auch hier der Trend zur Vereinheitlichung zeigte. So wählte man in Großbritannien von Anfang an das dunkle Blau der dortigen leichten Kavallerie, in Ungarn hell- bzw. dunkelblau und selbst in Frankreich, das traditionell neben Preußen die bunteste Husarentruppe besaß, erhielten die Husaren wie das Gros der Kavallerie hellblaue Oberkleider und rote Hosen. Die Bewaffnung bestand aus einem Säbel, ein bis zwei Pistolen und einem kurzläufigen Karabiner. In dieser Form kämpften Husareneinheiten bis zum Ersten Weltkrieg. Allerdings hatten die Polnischen Husaren noch einen Einsatz in den ersten tagen in denen Hitler Polen überrannte, Leider. Sie griffen Panzer I und II an die zwar nur mit Maschinengewehren bewaffnet waren, die Husaren aber immer noch mit Ihren Lanzen bewaffnet hatten keine Chance, ¾ der Einheit sind nicht zurückgekommen.

Informationen : Google
                         Wikipedia
                         Polnische Flügelhusaren/ Men at Arms

Das Modell ist von Young Miniatures im Maßstab 1:10 komplett in Resin Herrlich Detailliert  8) aber……  >:( ……….. es hat so ca. 20 Federn die ALLE   :'( sehr zerbrechlich sind, die auszulösen wird kein vergnügen  :(

Einen Baubericht wird es wahrscheinlich nicht geben, da es einfach ein Riesen Zeitaufwand ist und ich es zu oft vergesse zu Fotografieren, sorry   :o

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cipi

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Re: Polnischer Flügel Husar 17 Jh.
« Antwort #1 am: 11. Mai 2013, 14:57:12 »

Ein typischer YM-Kit!
Gefällt auf der ganzen Linie!
Danke fürs Zeigen!

Wenns keinen BB gibt, dann freue ich mich halt umso mehr auf den Galerieeintrag! :)


Gruass Carlo
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Leidest du an Lackdoseintoleranz?! Benutze einfach die Airbrush!

MacMeister

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Re: Polnischer Flügel Husar 17 Jh.
« Antwort #2 am: 11. Mai 2013, 21:56:03 »

gfürchig der Hussar - viel Spass bei dieser Büste Max  ;D ;D

En Gruess vom RDM
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whatever!

max

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Re: Polnischer Flügel Husar 17 Jh.
« Antwort #3 am: 12. Mai 2013, 09:17:30 »

Danke Euch
Je, den werd ich haben, bis auf die Flügel  :o  >:(
gruss
Max
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claudio

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Re: Polnischer Flügel Husar 17 Jh.
« Antwort #4 am: 13. Mai 2013, 08:20:41 »

Hoi Max
Danke für die Vorstellung und die Hintergründe. Die Büste gefällt mir ausgesprochen gut, die Federn würde mich persönlich aber abschrecken. Täuscht das oder werden diese sehr schwierig zu bemalen sein?

Tschüss
Claudio
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max

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Re: Polnischer Flügel Husar 17 Jh.
« Antwort #5 am: 14. Mai 2013, 09:42:58 »

SAli Claudio
Nö                    8) ich mache diese in Nass in Nass Technik mit einem Verzögerer"wegen dem zu schnellen Trocknen-gibt es von allen Herstellern"
Dann = Kein problem
Max  ;)
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