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Autor Thema: Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon  (Gelesen 2541 mal)

patrick

  • Gast
Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« am: 04. Oktober 2010, 18:25:37 »

Da ich beim Bau des SD Kfz für den GB auf Zurüstteile warten muss, begann ich bereits mit dem Bau des Jagdpanzers IV.
Zuerst mache ich die Arbeiten die am meisten Zeit benötigen. Dies betrifft die Räder und die Einzel-Gliederketten.
Da baute ich die Räder und Rollen schon mal zusammen und bemalte sie anschliessend mit Gunze H318.
Die Einzel-Gliederketten bestehen aus jeweils etwa 100 Teilen. Da baute ich immer Kettenteile mit je 10 Stück zusammen.
6 Blöcke ä 10 Teile baute ich zusammen zu einer Kette von jeweils 30 Glieder, die ich dann auch schon bemalte mit Gunze H18.
Da ich nicht weis wieviele Teile jede Kette hat werde ich wahrscheinlich ein Teil machen mit etwa 80 Stück und passe die dann am Modell an. So das wars erstmal, gehe weiter Kette zusammen kleben  ;D
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jonas

  • Gast
Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #1 am: 04. Oktober 2010, 19:19:10 »

Hoi Patrick,

na dann bin ich mal gespannt was Du da Baust.
Ich bin seit längerem auch zwischendurch am gleichen Bausatz dran.
Ich könnte Dier jedoch empfehlen,genügend im Internet zu Recherchieren,
denn die Bauanleitung muss nicht unbedngt dem Original entsprechen.

http://www.rommelkiste.de/Fahrzeuge/J%E4gerA0/Pzjaeger.html

Gruess Jonas
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patrick

  • Gast
Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #2 am: 05. Oktober 2010, 18:24:46 »

Bevor es zum nächsten Bauabschnitt geht, erstmal etwas über die Geschichte dieses Turmlosen Panzers:

Im Mai 1943 wurde von der Vogtländischen Maschinenfabrik (VOMAG) in Plauen ein Holzmodell des neuen Panzerjägers vorgestellt, das die Zustimmung Hitlers fand. An die Auslieferung der ersten Prototypen im Oktober schloss sich nahtlos der Produktionsbeginn bei VOMAG an. Im Dezember wurde das Fahrzeug zusammen mit dem Sturmgeschütz IV zum ersten Mal Hitler vorgeführt, wobei es besonders durch seine niedrige Silhouette auffiel. Die „Jagdpanzer IV Ausf. F“ bezeichneten Fahrzeuge gelangten Anfang 1944 zum Einsatz.

Die erste Serie des Jagdpanzer IV besaß als Hauptwaffe die 7,5-cm-Pak 39 L/48. Die Kanone war mit 48 Kaliberlängen und einer Rohrlänge von 3,60 m genau so lang wie die Kanone des Sturmgeschütz IV, jedoch besaß letzteres die StuK 40 /L48. Im Unterschied zum herkömmlichen Panzer-IV-Fahrgestell war die Panzerung abgeschrägt, wodurch sich der Panzerschutz vor allem beim spitzwinklig ausgebildeten Bug stark erhöhte. Beim Panzer IV war ein von einem DKW-Motor angetriebenes Stromerzeugungsaggregat eingebaut, das die elektrische Energie für die Turmdrehmechanik lieferte. Beim turmlosen Jagdpanzer IV konnte infolge des Wegfalls dieses Generators ein zusätzlicher Kraftstoffbehälter eingebaut werden. Des Weiteren wurde die Anordnung der Bremsentlüftung, der Innenraumheizung und der Einbau der Funkgeräte geändert. Bei den Führungsfahrzeugen wurde die ursprüngliche Besatzung von vier Mann um ein Besatzungsmitglied erhöht, welcher als Funker das in einer Kugelblende befindliche Bug-MG bediente, dessen Öffnung sonst mit einer kegelförmigen Panzerplatte abgedeckt war. Bei einer Gesamthöhe von 1,85 m betrug die Feuerhöhe lediglich 1,40 m, so dass sich der Jagdpanzer IV schon in kleinen Bodensenken gut gedeckt positionieren konnte und dabei kein großes Ziel abgab. Teilweise wurden die Mündungsbremsen entfernt, da diese durch den aufgewirbelten Staub die Position des Panzers verrieten und dem Richtschützen die Sicht nahmen. Von dieser Serie wurden im Jahre 1944 insgesamt 769 Stück hergestellt.

Der Jagdpanzer IV kam in geringer Anzahl in den Panzerjäger-Abteilungen der Panzerdivisionen zum Einsatz. Vor allem der Jagdpanzer IV/70 war aufgrund seiner niedrigen Silhouette, seiner starken Panzerung und seiner hohen Feuerkraft einer der stärksten Panzerjäger des Krieges und jedem Feindpanzer gewachsen. Als Notbehelf wurde der Jagdpanzer IV teilweise als Ersatz für fehlende Kampfpanzer oder auch als Sturmgeschütz verwendet, obwohl diese Aufgaben nicht seiner Konzeption entsprachen und dementsprechend der Kampfwert eingeschränkt war. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass Generaloberst Guderian von dem Wert des Jagdpanzer IV/70 nicht überzeugt war und das Sturmgeschütz IV als ausreichend für alle Aufgaben erachtete.

Mein Modell wird einem Jagdpanzer IV entsprechen der 1944 in Frankreich zum Teil in den Einsatz kam.

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patrick

  • Gast
Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #3 am: 05. Oktober 2010, 18:31:17 »

Heute wurde mal nichts mit der Kette gemacht, die fussel-Arbeit trieb mich schon fast in den Wahnsinn. Also erstmal die Wanne vorbereiten.
Da wurden die oberen Rollen sowie die Aufhängungen für die unteren Rollen angeklebt. Da der Oberbau kein Turm hat wie üblich bei einem Panzer, war dieser relativ schnell zusammen gebaut. Der Oberbau sowie die Ätzteile der Seiten Schürzen wurden schon mal mit weiss grundiert.
So konnte ich heute den Oberbau, die Kanone,die Wanne und die Ätzteile mit der Grundfarbe H318 von Gunze bereits brushen.
Als nächstes werde ich alle Rollen und Räder provisorisch anbringen und die Kette anpassen.
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patrick

  • Gast
Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #4 am: 08. Oktober 2010, 18:33:12 »

Bei mir gings heute auch zwei drei Schritte weiter. Zuerst wurde die fast fertige Kette mit H18 gebrusht.
Sämtliche Räder und Rollen wurden devinitiv an der Wanne angeklebt. Der Turm bekam auch noch ein Taranstrich mit dem Pinsel.
Zudem wurden einige Kleinteile wie Schaufel oder Eisenschere montiert. Der Auspuff wurde auch an seinen Platz gebracht.
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jonas

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Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #5 am: 09. Oktober 2010, 21:48:02 »

Hallo Patrick,
hast Du dich bei der Tarnung am Baubeschrieb orientiert?
Versuch die doch mit Farbe und der Airbrush ein bisschen zu verfeinern,hilft bei meinen Tarnungen auch immer.

Kontesd Du evtl was über den Zimmerit ausfindig machen?
Ich habe bis dato noch nichts darüber.

Ebenso stellen sich bei Deinem Museeumsfoto unklarheiten ein.
An der Front hat der Panzer in Fahrtrichtung nur rechts neben der Blende ein MG Schlitz.
Woran kann das liegen?


Gruess Jonas
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thomas

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Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #6 am: 10. Oktober 2010, 08:47:36 »

Diese geraden und planen Flächen schreien ja geradezu nach Papiermasken zum Lackieren per Airbrush  ;) ;D

Aber ich will nichts sagen, hab noch nie einen Panzer gebaut und dementsprechend auch keine Ahnung  :D

thomas
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patrick

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Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #7 am: 10. Oktober 2010, 16:27:14 »

Zitat
Ebenso stellen sich bei Deinem Museeumsfoto unklarheiten ein.
An der Front hat der Panzer in Fahrtrichtung nur rechts neben der Blende ein MG Schlitz.
Woran kann das liegen?

Hallo Jonas
Das liegt daran das der Panzer auf dem Foto nicht die genau gleiche Ausführung vom Jagdpanzer IV ist. Leider fand ich nur die Bilder vom Jagdpanzer IV in Farbe in der Ausführung als Schulungsfahrzeug. Andere Bilder vom Orginal fand ich leider nicht.

Gruss
Patrick
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patrick

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Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #8 am: 10. Oktober 2010, 16:35:45 »

Ja das Zimmerit hat es in sich, hier mal was zur Geschichte der besonderen Farbe:

Bei Zimmerit handelte es sich um eine betonartige Paste, die auf die Panzerung aufgetragen und anschließend mit einer Lötlampe gehärtet wurde. Das Ergebnis war ein unebener Belag, auf dem magnetische Minen schlecht hafteten. Zimmerit wurde nicht flächig, sondern mittels Zahnspachtel in Lamellen-Mustern aufgetragen oder mit Stempeln in Waffelform (wie auf dem Bild zu sehen), so dass sich eine charakteristische Oberflächenstruktur ergab. Mit dieser Struktur wurde beabsichtigt, einen möglichst großen Abstand zwischen der Panzerstahloberfläche und etwaigen Haftminen zu schaffen und gleichzeitig

Die Paste war ein Gemisch aus Bariumsulfat (40 %), Polyvinylacetat (25 %), Ockerpigment (15 %), Sägemehl (10 %) und Zinksulfid (10 %), das 1943 von der Firma Chemische Werke Zimmer AG entwickelt wurde. Für ein Sturmgeschütz waren 70 kg Zimmerit erforderlich.

Und das dürfte nicht so einfach sein die auch für ein Modell zu verwenden.
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hans-juerg

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Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #9 am: 10. Oktober 2010, 18:44:56 »

Die Paste war ein Gemisch aus Bariumsulfat (40 %), Polyvinylacetat (25 %), Ockerpigment (15 %), Sägemehl (10 %) und Zinksulfid (10 %), das 1943 von der Firma Chemische Werke Zimmer AG entwickelt wurde. Für ein Sturmgeschütz waren 70 kg Zimmerit erforderlich.

Und das dürfte nicht so einfach sein die auch für ein Modell zu verwenden.
Denke das original Zimmerit wird nicht noetig sein ;). Bin ja kein Panzer-Builder, aber ich habe mal gelesen, dass es Resin-Teile fuer den Zimmerit-Belag gibt. Im weiteren koennte man den Belag mit Squadron Putty bilden. D.h. 1-2 mm dick auf den Panzer schmieren und mit einem Messer, Schraubenzieher oder so etwas das typische Muster in den noch weichen Putty einpressen.

Betreffend Pinselbemalung: siehe die Beitraege von Jonas und Thomas.

Gruss,
Hans-Juerg
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patrick

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Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #10 am: 10. Oktober 2010, 19:15:24 »

Das mit dem Zimmerit tu ich doch meinem Panzer nicht an. Von mir aus gesehen sieht das mit Zimmerit verschi(Zensur)en aus, gefällt mir ganz und gar nicht. Somit bleibt die normale Tarnfarbe an oberster Stelle. Mittlerweile kämpfe ich damit die Plastik-Kette anzubringen die immer wieder zerbricht *fluchfluchnochmalsfluch*. Da finde ich die Gummiketten von Tamiya oder Trumpeter bedeutend besser als diese Hartplastik-Kette die keine flexibilität zulässt. Die Bilder folgen dann Morgen, wenn ich nicht ganz durchgedreht bin !!
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hans-juerg

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Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #11 am: 10. Oktober 2010, 20:05:48 »

Hoi Patrick,

Geschmacksache bei historischen Modellen sollte meiner Meinung nach nicht ausschlaggebend beim Bau sein. Ansonstens koenntest Du ja deinen Jagdpanzer IV in Dunkelblau Metalize mit weissen GT Streifen lackieren, sieht sicher chick aus ;D.

Gemaess meiner Vorstellung, sollte man Zimmerit anbringen falls das Original damit ausgeruestet war - just my 2 cents.

Gruss,
Hans-Juerg
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jonas

  • Gast
Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #12 am: 10. Oktober 2010, 21:13:26 »

Nun,zumindest was den Zimmeritbewurf anbelangt,bin ich mir nicht sicher.
Es hat auch nur 3 Stück dieses Panzers gegeben.
http://www.panzer-modell.de/referenz/in_detail/jagdpanzer4a0/jpz4.htm
Auf dem Obigen Link lässt sich an einem Foto Reste davon erkennen. ?????
Rechts neben der Leitradaufhängung.

Anderseits das elfte Foto von oben.
http://www.axishistory.com/index.php?id=5555

Ich werf mal keinen Zimmerit auf.

Gruess Jo
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jonas

  • Gast
Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #13 am: 11. Oktober 2010, 12:09:18 »

Hoi Patrick,
als ich mit den Modellen in 1:35 begann,waren die Ergebnisse nicht gerade so krass,dennoch auch der "Anderen Art"
Du solltesd Dier Ruhig zeit lassen,auch mit den Ketten.
Der Bemalungsguide wird Dier sicher auch helfen,mir war er am Anfang eine gute Stütze.
Auch wenn ich bei weitem noch nicht so schöne Modelle Baue,wie Zb unsere Panzer-Asse, Claudio und Urs,
bin ich mit jedem mal und den Veränderungen wie auch fortschritten in der Technik zufrieden.
Lese die Bauberichte sorgfältig,übernehme deren Vorgehensweise und glaube mir,Der Modellbau ist Nervenschonender als jemals zuvor.( wohl für alle )
Sicher hast Du noch Irgendwo einen alten Missratenen Panzer,an dem Du neue Techniken ausprobieren kannst.
Es lohnt sich,die Ergebnisse werden auch dich bestimmt von mal zu mal mehr erfreuen,uns natürlich sowiso ;)

http://www.marineflieger.de/pdf/Bemalungsguide.pdf

Gruess Jonas
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patrick

  • Gast
Re:Jagdpanzer IV A-O 1:35 Dragon
« Antwort #14 am: 11. Oktober 2010, 17:24:11 »

Zitat
Ansonstens koenntest Du ja deinen Jagdpanzer IV in Dunkelblau Metalize mit weissen GT Streifen lackieren, sieht sicher chick aus

Hallo Hans-Jürg

Eigentlich wollte ich ja den Panzer in Camaro-Rot mit den Silberstreifen spritzen. Nur fand ich im Internet nirgends ein Foto davon  ;D ;D ;D

Gruss aus dem Nebel
Patrick
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