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Autor Thema: Tell  (Gelesen 1804 mal)

max

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Tell
« am: 12. Februar 2012, 15:21:08 »

Wilhelm Tell ist ein sagenhafter Schweizer Freiheitskämpfer und Tyrannenmörder, der an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert in der Zentralschweiz gelebt haben soll. Der Dichter Friedrich Schiller verfasste in seiner späten Schaffensphase das berühmte gleichnamige Bühnenwerk. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist Tell der Nationalheld der Schweiz.
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Entstehung einer Legende
Am frühesten taucht Tell im Weissen Buch von Sarnen als «Thall» auf, niedergeschrieben um 1472 von Hans Schriber. Fast gleichzeitig, doch unabhängig vom Weissen Buch, wird Tell in einem Lied aus der Zeit der Burgunderkriege erwähnt, dem «Lied von der Entstehung der Eidgenossenschaft» (abgekürzt «Bundeslied»), welches zuerst mündlich weitergegeben wurde. Eine weitere frühe Quelle bildet die Chronik des Luzerners Petermann Etterlin, welche um 1507 gedruckt wurde. Der Chronist Aegidius Tschudi verdichtete um 1570 die verschiedenen mündlich und schriftlich überlieferten Versionen der Tell-Erzählung zu einer Sage, die vor allem durch die Dramatisierung Friedrich Schillers, aber auch durch den Historiker Johannes Müller zunächst in Europa und später auch weltweit sehr bekannt wurde.
In Etterlins Tell-Legende lässt der habsburgische Landvogt Gessler zu Altdorf einen Hut auf eine Stange stecken und befiehlt den schweizerischen Untertanen, diesen jedes Mal zu grüssen, wenn sie an ihm vorüber gehen. Wilhelm Tell, ein weithin bekannter Armbrustschütze, verweigert den Gruss, und der Vogt befiehlt ihm daraufhin, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes Walter zu schiessen. Sein Kind müsse andernfalls mit ihm sterben. Tell tut widerstrebend, wie ihm geheissen und trifft den Apfel. Er wird gefragt, wozu er sich einen zweiten Pfeil genommen hat und antwortete, wenn er sein Kind getroffen hätte, wäre dieser für den Vogt bestimmt gewesen. Daher liess der Vogt ihn gefesselt auf die Burg des Vogts nach Küssnacht überführen. Auf dem Vierwaldstättersee aber bringt ein Sturm das Schiff in Gefahr und Tell wird seiner Fesseln entledigt, um das Boot zu lenken. Geschickt steuert er es gegen das Ufer, wo die Steilwand Axen sich erhebt und springt dort auf eine hervorragende Felsplatte, welche noch heute Tellsplatte heisst. Er eilt über die Berge nach Küssnacht, erwartet den Vogt in einem Hohlweg, der Hohlen Gasse, und erschiesst ihn aus sicherem Versteck mit der Armbrust.
Von Tells weiterem Leben wird nur berichtet, dass er 1315 in der Schlacht bei Morgarten mitgekämpft und 1354 im Schächenbach beim Versuch der Rettung eines Kindes den Tod gefunden habe.
Nachdem schon der Freiburger Franz Guillimann 1607, dann die Basler Christian und Isaak Iselin, der Berner Pfarrer Uriel Freudenberger 1760, sowie Voltaire («Annales de l’Empire») die Geschichte Tells als Sage bezeichnet hatten, kam im 19. Jahrhundert der Historiker Joseph Eutych Kopp, Begründer der kritischen Schweizerhistoriografie, zum Ergebnis, dass die Tell-Gestalt in keinem zeitgenössischen Schriftdokument erwähnt wird. Erst im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts taucht die Tellsage auf, und zwar in mindestens zwei Versionen. Die erste Quelle, in der die Erzählung belegt ist, ist das erwähnte, höchstwahrscheinlich um 1477 entstandene «Bundeslied»; sodann wird sie in der Luzerner Stadtchronik erwähnt, die 1482 bis 1488 von Melchior Russ geschrieben wurde. Russ erblickt in Tell den Haupturheber der Befreiung und Stifter des gegen die habsburgische Herrschaft gerichteten Bundes der Eidgenossen.
Im Weissen Buch von Sarnen wird Tells Tat mit dem Rütlischwur in Verbindung gebracht; die Initiative im Freiheitskampf wird aber vornehmlich der Gestalt des Werner Stauffacher zugeschrieben. Diese Version erscheint auch in der 1507 gedruckten Etterlin-Chronik. Erst Tschudi verwob die beiden Traditionsstränge zu einer Gesamtsage, die im Lauf der Jahrhunderte noch mancherlei Zusätze bekam.
Die so genannten Tellskapellen auf der Tellsplatte, in Bürglen und in der Hohlen Gasse stammen erst aus dem 16. Jahrhundert und sind zum Teil nachweislich zu Ehren von Kirchenheiligen gestiftet worden. In Uri liess sich keine Familie Tell ermitteln; die Erkenntnisse der Urner Landsgemeinden von 1387 und 1388, welche Tells Existenz bezeugen sollten, sowie die den Namen «Tello» und «Täll» enthaltenden Totenregister und Jahrzeitbücher von Schattdorf und Attinghausen sind als Erdichtungen und Fälschungen nachgewiesen.
Der Schriftsteller Max Frisch schrieb eine eigene «Version», nämlich «Wilhelm Tell für die Schule», in der er u.a. auch auf die dänische Sage Bezug nimmt und den Mythos um Tell demontiert.
Herkunft der Apfelschuss-Sage
Die Sage vom Apfelschuss tritt in den Gesta Danorum ('Dänische Geschichte') des Saxo Grammaticus (verfasst ca. 1200-1216) und der altnordischen Thidrekssaga auf. In Letzterer wird der Held Egil genannt. Bei Saxo heisst der Held Toko. In der Schweiz ist die Erzählung Saxos von Chronisten des 15. Jahrhunderts zur Ausschmückung der Befreiungssage übernommen worden.
Der Berner Pfarrer Uriel Freudenberger (1738 bis 1743), Prediger am Inselspital 1752 in Ligerz, betätigte sich als Geschichtsforscher und stellte 1760 die These auf, es handele sich beim schweizerischen Wilhelm Tell um die Nachdichtung einer Episode aus den Gesta Danorum des Saxo Grammaticus (ca. 1140 bis 1220). Aus Angst vor den Auswirkungen veröffentlichte er die Abhandlung anonym. Die Sage vom Schützen Toko – im Dienste des dänischen Königs – erzählt, dass dieser prahlerische Schütze vom König gezwungen wurde, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schiessen und Toko den König als Rache während eines Liebesabenteuers erschoss. Da auch kleine Details bei Aegidius Tschudi, der die Tellsage überliefert, und Saxo Grammaticus übereinstimmen (z. B. steckt auch Toko einen zweiten Pfeil zu sich und bekennt auf die Frage des Königs, dass dieser für ihn gedacht gewesen wäre, falls er den Sohn getroffen hätte), ist evident, dass Saxo die Quelle für die Erfindung des Schweizer Nationalhelden war. Gottlieb Emanuel von Haller übersetzte die Abhandlung Freudenbergers ins Französische und veröffentlichte sie wegen der Befürchtungen Freudenbergers unter seinem eigenem Namen.

Die Figur wahr die Sammler Figur der Teilnehmer des Wettbewerbs World Master 2011 in Montreux, und da ich eigentlich angemeldet wahr, bezahlt hatte aber leider nicht teilnehmen konnte, kaufte ich sie mir doch, die Figur ist aus dem Hause Pegaso in der entsprechenden Qualität sehr gut 54mm in weissmetall
Der Fünfliber mit seinem Konterfei ist der letzte Jahrgang der in Silber geprägt wurde (1967)ist ja Klar ist auch mein Jahrgang und was zeigt mehr den Geist der Schweiz als unseren Tell als föif stutz

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Lectori Salutem

max

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Re: Tell
« Antwort #1 am: 12. Februar 2012, 15:22:33 »

Und nun die Umsetztung von Pegaso und die Bemalung von mir  :o
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Lectori Salutem

max

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Re: Tell
« Antwort #2 am: 12. Februar 2012, 15:23:25 »

und noch ein paar  ::)
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claudio

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Re: Tell
« Antwort #3 am: 12. Februar 2012, 19:25:24 »

Ein echter Max!!! Ich wiederhole mich, aber die Figuren sind einfach super! Die Idee mit dem 5-Fränkler auf dem Sockel ist super!

Tschüss
Claudio
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MacMeister

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Re: Tell
« Antwort #4 am: 12. Februar 2012, 21:30:11 »

Hoi Max

Die Zeit für die Recherche des Textes war sicher länger als die zum Bemalen der Figur, gell  ;D
Tell & Walterli nach dem Schuss - gekonnt modelliert und Bestens bemalt, Bravo Max!  :D

En Gruess vom RDM
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whatever!

tobias

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Re: Tell
« Antwort #5 am: 13. Februar 2012, 00:37:51 »

wow, gefällt mir ausgezeichnet, der Sockel mit dem Fünfliber setzen dem Werk die Krone auf.

tobias
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hans-juerg

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Re: Tell
« Antwort #6 am: 13. Februar 2012, 05:17:14 »

Der Tell! Da schlaegt doch jedem aufrechtem Schweizer das Herz hoeher - auch wenn ein Deutscher das Ganze dramatisiert hat 8).

Schoene Figur Max! Habe eigentlich gedacht das ganze sei groesser aber der Fuenfliber zeigt sehr schoen das Groessenverhaeltnis.

Ist die Kleidung des Tells und seinem Sohn Walter eigentlich historisch korrekt?

Gruss,
Hans-Juerg
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max

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Re: Tell
« Antwort #7 am: 13. Februar 2012, 13:25:30 »

Euch allen Danke, vor allem Hans-Jürg, dem einzigen kritischen Vertreter  ;)
Im Wesentlichen                 Ja
bei den Farben habe ich aufgepasst das ich nur Naturfarben verwende, Blau, Helles Grün(mint) und Orange darf nicht sein , denn die Farben wahren der Höheren schicht vorbehalten, das niedere Gesindel, durfte sich nur züchtig Kleiden in Farben und Formen
Der Hut, wahrscheinlich nicht, aber er gehört zur Geschichte(ist ja eigentlich der vom Gessler  8) ), Sehr gut umgesetzt und sehr Korrekt ist die ARmbrust mit Bauchhänger zum Spannen der selben, sprich Fuss unten in Armbrust rein, einhängen kiehend und dann beine Durchstossen, und gespannt, dauerte aber immer länger als mit Pfeilbogen

Ich Denke die Figur ist sehr korrekt, vor allem wenn man bedenkt das sie ja eingentlich eine Fiktion ist  ::), was fehlt währe sicher ein kurzes Messer an der seite
Max
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urs

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Re: Tell
« Antwort #8 am: 13. Februar 2012, 15:35:28 »

Rührende Gestik der beiden Figuren, mit dem Sohn, der den gütigen Vater liebevoll und
vertraut umarmt. In Papis starken Armen geschieh mir nichts.  :)

Super bemalt, gefällt mir sehr, sehr gut.
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thomas

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Re: Tell
« Antwort #9 am: 13. Februar 2012, 20:35:12 »

Tja was soll man zu Deinen Figuren noch sagen, ich kann da nichts erkennen was verbesserungswürdig wäre...

Einfach perfekt !!

Sehr gut gefällt mir auch die Figur an sich, beispielsweise der Bereich wo der Junge mit der linken Hand sich festhält, wie es da die Kleidung dieses Tell´s verzieht... einfach nur gut.

thomas
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jonas

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Re: Tell
« Antwort #10 am: 13. Februar 2012, 20:42:34 »

Toll der Tell !
Aber sag mal,ist der Apfel vom Sockel gefallen  ;)

Gruess Jonas
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hartmut

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Re: Tell
« Antwort #11 am: 13. Februar 2012, 21:50:55 »

Es geht auch weniger dramatisch:

Der Apfelschuß-Heinz Erhardt

Der Landvogt Geßler sprach zum Tell:
»Du weißt, ich mache nicht viel Worte!
Hier, nimm einmal die Tüte schnell,
sind Äpfel drin von bester Sorte!

Leg einen auf des Sohnes Haupt,
versuch, ihn mit dem Pfeil zu spalten!
Gelingt es dir, sei's dir erlaubt,
des Apfels Hälften zu behalten!«

Der Vater tat, wie man ihn hieß,
und Leid umwölkte seine Stirne,
der Knabe aber rief: »Komm, schieß
mir doch den Apfel von der Birne!«

Der Pfeil traf tödlich — einen Wurm,
der in dem Apfel wohnte...
Erst war alles still, dann brach der Sturm
des Jubels los, der'n Schützen lohnte!

Man rief: »Ein Hoch dir, Willi Tell!
Jetzt gehn wir einen trinken, gell?«*

*Westfälische Fassung: Man rief: "Der Tell, der schießt ja toll ! Jetzt gehn wir einen trinken, woll ?"

Toll gemacht Max, Applaus :) (Ich hoffe du verzeihst mir obiges)

Grüße Hartmut
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MacMeister

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Re: Tell
« Antwort #12 am: 13. Februar 2012, 22:06:09 »

Ha der ist gut, Bravo Hartmut  ;D  ;D  ;D
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whatever!

max

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Re: Tell
« Antwort #13 am: 14. Februar 2012, 08:25:28 »

Sali Hartmut
Wieso verzeihen  >:(

Nein der ist wirklich gut, danke den behalt ich mir sogar auf  ;) Danke
Max
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Lectori Salutem